Obst oder Gemüse und ein weißes rauschen

Rhabarber ist ein einziges Missverständnis und die Toten Hosen bieten als Weinbegleitung „Weißes Rauschen“ an

Die gebürtige Neuseeländerin Mary Prior war die erste Historikerin, die die Rolle von Frauen in der englischen Gesellschaft erforschte. In Erinnerung geblieben ist sie aber nicht als feministische Vordenkerin, sondern wegen ihres „Russischen Rhabarber-Kuchens“. Und auch sonst, so Marten Rolff in seiner SZ-Kolumne Eigener Herd, ist Rhabarber „ein einziges Missverständnis“. In Kochbüchern und auf Speisekarten wird er zum Obst gezählt, obwohl er ein Gemüse ist. Und nach Europa importiert wurde er aus China von englischen Apothekern, die es für eine Heilpflanze hielten. Dummerweise wurden sie aber mit falschem Saatgut beliefert, das medizinisch völlig nutzlos war, sodass wir es wohl dem Gemüsehändler Joseph Myatt zu verdanken haben, der die rosa Stangen mit den giftigen Blättern so hartnäckig auf einem Londoner Markt anpries, bis auch der letzte Kunde Rhabarber-Pie buk. Dabei eignet sich Rhabarber nicht nur für Kuchen oder als Kompott für Kaiserschmarrn, er passt auch gut zu Roter Bete und lässt sich leicht zu einem Chutney verarbeiten. 

 

Das auf die Produktion trockener Riesling-Weine spezialisierte Weingut Tesch hat einen weiteren Jahrgang des Toten-Hosen-Weins „Weißes Rauschen“ abgefüllt. Die Abgabe erfolgt ausschließlich in 6er Kartons und nur an Fans, die bereits 18 Jahre alt sind.

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